Erlebnis- und Begegnungsgarten Ramsau

    Aktuell wohnen im Kloster in Ramsau 62 Personen mit geistiger Behinderung. Für diesen Personenkreis ist es größtenteils nicht möglich, dass sie ohne Hilfestellung das Kloster verlassen. Daher sind sie bei Ausflügen größtenteils auf Dritte angewiesen. Der neue Südgarten ermöglicht diesem Personenkreis ein Ausflugsziel in unmittelbarer Nähe sowie einen Ort der Begegnung für Menschen mit und ohne Behinderung, da an diesem Ort auch Menschen von Extern herzlich willkommen sind.

    Gegenstand der LEADER‑Förderung ist die Umsetzung des inklusiven Erlebnis‑ und Begegnungsgartens mit baulichen Maßnahmen, Ausstattung und Außenanlagengestaltung.

    Projektträger

    Stiftung Ecksberg
    Ansprechpartnerin: Frau Aytül Ghafuri
    Email: aytuel.ghafuri@ecksberg.de  

    Kurzportrait und Projektziele

    1. Schaffung eines Begegnungsortes für Menschen mit und ohne Behinderung, Jung und Alt sowie Naturfreunde

    Oberstes Gebot für ein normales Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung sind Begegnungen im Alltag.

    Der Erlebnis- und Begegnungsgarten soll im Süden des Klosters errichtet werden, da sich dieser Ort direkt bei den benachteiligten Menschen befindet und trotzdem sehr gut in die Dorfinfrastruktur integriert werden kann. In unmittelbarer Nähe befinden sich die Seniorenbetreuung, Wohngruppen sowie Förderstätten der benachteiligten Menschen, ein Spielplatz, eine Grundschule, Biergarten sowie der Schlossturm als Sehenswürdigkeit für Touristen. Da die meisten Bewohner/innen und/oder Beschäftigten des Klosters Ramsau in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, ist es umso wichtiger, dass sich ein derartiger Erlebnis- und Begegnungsgarten in deren unmittelbarer Nähe befindet.

    Im Garten können sich unterschiedliche Kompetenzen der Besucher/innen gut ergänzen, aber auch gegenseitige Wertschätzung und Anerkennung gelebt werden. Die wichtigste Zielsetzung ist, dass Berührungsängste abgebaut werden und gelernt wird miteinander umzugehen.

    Ganz in der Nähe befinden sich die Grundschule Ramsau, ein Spielplatz und ein Fußballplatz. Der Erlebnis- und Begegnungsgarten wäre eine Bereicherung für unsere Bewohner/innen in Ramsau sowie z. B. für Kinder der Dorfgemeinschaft, da u. a. auch Schaukeln, Trampolin, Wasserbecken, Nasch- und Sinnesgarten etc. errichtet werden. Auch schattenspendende Bäume, Sitzmöglichkeiten mit „Biergartencharakter“ und eine große Rasenfläche laden Besucher/innen zum Picknicken ein.

    Auch existiert ein angrenzendes Wohngebiet, welches nur wenige Gehminuten entfernt ist. Der inklusive Erlebnis- und Begegnungsgarten soll u. a. das nachbarschaftliche Verhältnis zwischen den Bürgern im Wohngebiet sowie den benachteiligten Menschen stärken und Barrieren durch alltägliche Begegnungen abschaffen. 

    Mit der Errichtung eines Erlebnisgartens in und für Ramsau soll ein Meilenstein in der Inklusion getätigt werden. Erst wenn das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung alltäglich geworden ist, kann es auch auf gesellschaftlicher Ebene funktionieren.

    2. Begegnungen zwischen Mensch und Natur

    Ein weiteres Ziel des Südgartens ist es einen Beitrag zur Biodiversität zu leisten, um Insekten und Pflanzen einen möglichst naturnahen Lebensraum zu bieten. Das Augenmerk hierbei liegt in diversen heimischen Pflanzen, Obstbäume, Stauden, Beerensträucher, Gräser, Blumen, Kräuter etc.

    Durch die Aufenthalts- und Beschäftigungsmöglichkeiten im Erlebnis- und Begegnungsgarten wird auch die Begegnung und das Kennenlernen Mensch und Natur gefördert.

    Bezug zur lokalen Entwicklungsstrategie

    EZ 3 Daseinsvorsorge

    • HZ 3.1 Schaffung von öffentlichen Plätzen, Infrastrukturen & Räumen sowie touristischen Infrastrukturen als generationenübergreifende, öffentliche Treffpunkte (insb. für Heimat, Brauchtum, Kultur, Identitätsstiftung, regionale Vermarktung inkl. Gastronomie)
    • HZ 3.2 Errichtung und Inwertsetzung von öffentlichen Sport- und Freizeiteinrichtungen, sowie öffentlichen oder privaten Badezugangsmöglichkeiten

    EZ 2 Ressourcenschutz & Artenvielfalt

    • HZ 2.3 Förderung von Maßnahmen zum Erhalt der regionaltypischen Natur- und Kulturlandschaften und zur damit einhergehenden Verbesserung der Biotope zum Erhalt der Artenvielfalt bzw. Biodiversität
    • HZ 2.4 Sensibilisierung & Vernetzung der Bevölkerung und Akteure

    Projektkosten und Höhe der LEADER-Förderung

    • Gesamtausgaben (brutto): 376.842,86 Euro
    • Förderfähige Kosten (netto): 312.723,31 Euro
    • LEADER-Förderung: 187.633,98 Euro