Kooperation Radrunde Bayerisches Thermenland

Der Tourismusverband Ostbayern entwickelt im Rahmen seiner Radoffensive Ostbayern für das Bayerische Golf- und Thermenland in enger Abstimmung mit den touristischen Partnern ein überregionales Radleuchtturmprojekt. Dieses besteht aus einer regionsumspannenden Radrunde sowie mehreren Erlebnisräumen, die die Runde (ca. 900 km) verbinden und weitere Tourenoptionen ermöglichen. Die Erlebnisräume in den verschiedenen Teilregionen stehen dabei jeweils im Zeichen verschiedener Themen, zum Beispiel Barockgenuss und Gartenlust oder Heil- und Thermalbäder und binden entsprechende Sehenswürdigkeiten (Points Of Interest) ein. Alle angedachten Strecken verlaufen auf bereits bestehenden Radwegen. Die definierten Radwege werden im Rahmen des Projektes weiter aufgewertet, das heißt in erster Linie nach FGSV-Standard (FGSV= Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen) einheitlich und lückenlos beschildert. Zudem erfolgt ein/e gezielte/s Marketing/Öffentlichkeitsarbeit (Konzeptentwicklung Erlebnisräume, damit auch Entwicklung zielgruppenspezifischer Angebote), Entwicklung von Printmedien (Radkarte) und eines Internetauftritts. Zu Steuerung, Umsetzung und Qualitätssicherung wird ein Projektmanagement eingerichtet.
Die Radrunde Bayerisches Thermenland soll einerseits nachfragestark sein, ebenso aber auch die Identifikation vor Ort mit dem Thema Radtourismus stärken.

Flying Fox und Aussichtsturm Wildpark Oberreith

Der Wildpark Oberreith ist eine der größten und wichtigsten familienorientieren Freizeiteinrichtungen im Landkreis Mühldorf. Die Trägerstruktur des Wildparks wird von engagierten Landwirten gebildet und weist durch den landwirtschaftlichen Bezug und örtlich verankerten Strukturen eine hohe örtliche und regionale Identifikation auf. Das Projekt stellt insgesamt eine wichtige funktionale Ergänzung zu den bestehenden Einrichtungen (Wildpark, Waldseilgarten, Sternwarte, Gastronomie, etc.) dar. Eine ca. 400 m lange Seilrutsche (Flying Fox) verbindet den Waldseilgarten mit den Infrastruktureinrichtungen. Sie ist die längste Seilrutsche im südbayrischen Raum und gewährleistet damit eine herausragende, überregionale Attraktivität. Der ca. 35 m hohe Aussichtsturm dient als Startpunkt für die Seilrutsche. Er bietet mit einer Aussichtsplattform in ca. 30 m Höhe den Besuchern einen wunderbaren Ausblick, bei Fernsicht bis hin zu den Alpen.

Bewegungspark für Jung und Alt in Ampfing

Mit der Einrichtung eines Bewegungsparks möchte die Gemeinde Ampfing einen gezielten Beitrag zur Entwicklung eines „familienfreundlichen Landkreises“ leisten. Der, in unmittelbarer Anbindung an das örtliche Sportzentrum, auf einer Fläche von ca. 2000 m² errichtete Bewegungspark zielt durch ein Konzept von aufeinander abgestimmten Stationen und Bewegungsgeräten auf die körperliche Vitalität, Bewegungsanimation, Koordination und Geschicklichkeit der Nutzer ab. Das Angebot ist altersübergreifend nutzbar und eignet sich in besonderer Weise für Senioren. In Ergänzung dazu sind spezielle Bewegungsmöglichkeiten für Kinder vorhanden. Der Bewegungspark wird sowohl örtlichen Gruppen und Interessierten, als auch Gruppen und Interessierten innerhalb des Landkreises zur Verfügung gestellt. Kern des Projekts ist ein aufeinander abgestimmter Fitnessparcours, dessen einzelne Stationen und Geräte ab 12 jahren für alle Generationen nutzbar sind. Die vorhandenen Infrastruktureinrichtungen, wie Wander-/Radweg, Sportzentrum und Naturbad gewährleisten, dass der Bewegungspark eine ergänzende Nutzungsmöglichkeit für bereis vorhandene Zielgruppen darstellt.

Netzwerk Wohnen für Generationen

Ziel ist es, mittels Bewusstseinsbildung und Beratung eine Anpassungsdynamik in den älteren Siedlungsgebieten (50er bis 80er Jahre) hinsichtlich zeitgemäßer alters- und familiengerechter Wohnformen sowie neuer Wohnmodelle wie Generationenwohnen, Snioren-WGs etc. zu entfachen. Um dies zu erreichen, stellt nebem dem Projektträger Landratsamt/Landkreis Mühldorf a. Inn ein Netzwerk aus „Beratern“ (Architekten, Planer), die organisatorische Basis dar. Dieses soll in den nächsten Jahren sukzessive erweitert werden, wobei vor allem die Funktion des Austauschs zwischen den relevanten Akteuren Planer, Kommunen, Landratsamt und Bauherrn eine wichtige Rolle spielt. Die Maßnahmen umfassen u.a. den Aufbau des Beratungsangebots, Aufbau des Netzwerks, Projektmanagement, Einbindung und Beratung interessierter Kommunen sowie erstmalige Öffentlichkeitsarbeit.

Von Seiten der staatlichen Fördermittelgeber (Dorferneuerung, Städtebauförderung) wurde bislang die Konzentration auf die Ortskerne/Altorte gelegt. Dagegen war und ist die Entwicklung der älteren Siedlungsgebiete aus den 50er bis 80er Jahren bislang wenig von Bedeutung. Für diese Gebiete sind auch im Landkreis Mühldorf a. Inn u.a. folgende Rahmenbedingungen und Trends festzuhalten.

Diese Gebiete waren ursprünglich in erster Linie auf die Zielsetzung „Wohnangebot für Familien“ ausgerichtet. Der Aus-/Wegzug der Kinder (sog. Remanenzeffekt) führt zu einer starken Veränderung der Bewohner-, Alters- und Haushaltsstrukturen
Die Zahl der Personen pro Haushalt sinkt, d.h. die Belegungs- und Wohndichte nimmt ab.
Diese Gebiete sind durch einen enormen Sanierungs- und Modernisierungsstau gekennzeichnet. Eine Anpassung an heutige Wohnbedürfnisse und Standards wurde bislang nur in geringem Umfang vorgenommen. So ist lt. Bundesverband der Immobilienunternehmer z.B. nur ca. 1% des Wohnungsbestands altersgerecht ausgelegt.
Neben der Anpassung an heutige Bedürfnisse sowie Wohn- und Energiestandards betrifft dies auch die Wertschöpfungsmöglichkeiten für das regionale Handwerk.
Gegenüber dem Neubau ist der Umbau für Bauherrn häufig komplexer und schlechter abschätzbar. Dies betrifft sowohl die Umnutzung der eigenen Immobilien als auch den Kauf von Gebrauchtimmobilien.
Fazit – „Umbau vor Neubau“: Die Herausforderung, zu modernisieren und das bereits bestehende Gebäude den eigenen Bedürfnissen anzupassen, nimmt zu. Dies betrifft insbesondere die Berücksichtigung von zeitgemäßen Wohnstandards hinsichtlich familien- und altersgerechten Wohnformen sowie neuer Wohnmodelle wie Generationenwohnen und Senioren-WGs.

Nachbarschaftshilfe

Der Markt Kraiburg verfügt bereits seit Anfang des letzten Jahrhunderts über Badegelegenheiten am Inn. Mitte der 60er Jahre wurde ein technisches Freibad errichtet, das aufgrund der Auflagen des Gesundheitsamtes im Jahre 2015 geschlossen werden musste. Nun soll auf dem alten Schwimmbadareal ein neuer Naturbadeteich entstehen. Die Bereitschaft vieler Bürger zur Mitarbeit ist sehr groß und wird in nächster Zeit in Form eines Fördervereins organisiert.

Me.G.A.-Ki.s.S.

Ziel ist die Schaffung eines generationenübergreifenden Bewegungsparks in Waldkraiburg Süd, der neben Familien und Senioren auch Menschen mit Handycap integriert. Im Zuge der Entwicklung eines „familienfreundlichen Landkreises“ soll hierbei etwas Modernes geschaffen werden, das es bisher im weiten Umkreis noch nicht gibt.

Durch das Konzept von aufeinander abgestimmten Bereichen und Bewegungsgeräten wird gezielt die körperliche Vitalität, Bewegungsanimation, Koordination und Geschicklichkeit der Nutzer gefördert. Das Angebot ist altersübergreifend nutzbar, mit getrennten Bereichen für die Zielgruppe Kleinkinder, Kinder, Jugendliche und Erwachsene/Senioren. Es steht sowohl direkten Anliegern, örtlichen Gruppen und Verbänden als auch allen anderen innerhalb des Landkreises zur Verfügung.

Naherholungsraum Buchbach

Der Markt Buchbach möchte ein attraktives Naherholungs- und Freiraumangebot für Jung und Alt durch eine funktionale Aufwertung öffentlicher Räume und Gemeinbedarfsflächen schaffen und so einen hochwertigen Beitrag zur Entwicklung einer familienfreundlichen Kommune und Landkreis leisten.

Um den Bereich rund um die Bräuweiher, zwischen dem Ortszentrum und dem kommunalen Infrastrukturbereich (Sporthalle, Fußball, Kindergarten, Schule) funktional und gestalterisch aufzuwerten, ist die Schaffung eines Flachwasserbereichs für Kleinkinder sowie Kneippbereichs v.a. für Senioren und Erwachsene, die Einrichtung eines Aufenthaltsbereichs mit Treffpunkt- und Kommunikationsfunktion, sowie die ergänzende Schaffung eines Beachvolleyballfeldes für Jugendliche und Erwachsene geplant.

Dieses Gesamtpaket ist auf eine vielfältige Nutzung in den Sommer- sowie teilweise Wintermonaten ausgerichtet und trägt somit auch zu einer deutlichen Belebung des Ortskerns hinsichtlich Gastronomie und Einzelhandel bei.

Der Fischereiverein und der Verein KABA-Klopfer sind bereit, konkrete Pflege- und Unterhaltsmaßnahmen zu übernehmen.

Natur INN Bewegung

Der Auwald in Starkheim ist durch die Inn-Schleife ein natürlich angelegtes Naturparadies für Mensch, Pflanze und Tier, direkt vor den Toren Mühldorfs. Hier verläuft ein, heutigen didaktischen Anforderungen nicht mehr entsprechender, Naturlehrpfad. Der Lehrpfad ist als Rundwanderweg gestaltet und soll nach einem neuen Konzept, mit wenigen, dafür mehr interaktive Möglichkeiten bietenden Stationen auf der bestehenden Route eingerichtet werden. Es soll somit ein interaktiver Erlebnispfad mit 11 Stationen entstehen, der einerseits auf die aktuellen Bedürfnisse und Ansprürche des Bildungsauftrags der relevanten Institutionen gerecht wird, und andererseits im besonderen Maße durch einen Wechsel der Perspektive Natur „erlebbar macht“.

Aktionsraum Dorf – Oberbergkirchen

Die Idee, „das gesamte Dorf als Aktions-, Bewegungs- und Spielraum zu nutzen“, ist im Rahmen des Beitrags zum Wettbewerb „familienfreundliche Gemeinde“ entstanden. Mit dem Projekt verbindet die Gemeinde ein beispielhaftes Konzept, das Aktions- und Spielmöglichkeiten wieder flächig ins Dorf zurückführt. Unterschiedlichen Altersgruppen werden attraktive Möglichkeiten hinsichtlich Bewegungsanimation, Geschicklichkeit und Spiel angeboten. Hierfür wurden 6 Stationen mit unterschiedlichen Schwerpunkten konkretisiert, die über ein Gesamtkonzept miteinander verbunden sind. Hierbei wird u. a. zur „Tertiärwelt Aubenham“, einem Leaderprojekt aus der letzen Förderphase, Bezug genommen.

Kinderkarte

Im Tourismus- und Freizeitbereich etabliert sich der Landkreis Mühldorf in der Region Inn-Salzach. Die gemeinsame Kinderkarte trägt der Nachfrage und dem Ziel einer „familienfreundlichen Region“ Rechnung. Diese soll sowohl Eltern und Kindern interessante Erholungs- und Ausflugsziele aufzeigen. Zielgruppe dieser Publikation sind sowohl Familien aus der Region, als auch „Gäste-Familien“. Darüber hinaus spielt auch die verbesserte Erschließung und Wahrnehmung der erholungsbezogenen Erfahr- und Erlebbarkeit des Naturraumes mittels attraktiver Tagestouren eine wichtige Rolle.